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Harald Ehlert (dpa-Archivbilder, Montage)

Soziales

Treberhilfe: Ehlert legt Amt nieder

In der Finanzaffäre um die Berliner Treberhilfe hat der Geschäftsführer der Treberhilfe, Ehlert, mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt.

Damit wolle er verhindern, dass die öffentliche Berichterstattung über seine Person die unbestritten gute Arbeit der Treberhilfe als solche überstrahlt, hieß es am Freitag in einer Mitteilung der Treberhilfe, die der rbb-Abendschau vorliegt.

Zuvor hatten die Mitarbeiter der Treberhilfe am Freitag in einem offenen Brief den Rücktritt Ehlerts gefordert. Ehlert sei nicht in der Lage, die Geschäfte im Sinne des Trägers, der Mitarbeiter und Klienten weiterzuführen, hieß es. Er war in die Kritik geraten, weil er als Geschäftführer der gemeinnützigen GmbH Treberhilfe einen Maserati als Dienstwagen gefahren hatte.

Auf einer Mitarbeiterversammlung gab die frühere Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke) unterdessen ihren Rückzug aus dem Aufsichtsrat der Treberhilfe bekannt. Zuvor hatte Ehlert durchgesetzt, dass Aufsichtsratschef Dane abgesetzt wird und Hausverbot erhält.

Zudem hat die Diakonie angekündigt, die Treberhilfe aus ihrem Verband ausschließenn. Dies hatte zuvor bereits der Paritätische Wohlfahrtsverband getan.

Senatsverwaltung stellt Strafanzeige

Zusätzlich stellte die Senatsverwaltung für Soziales jetzt Strafanzeige gegen Ehlert. 

Ihm werde vorgeworfen, öffentliche Mittel veruntreut zu haben, teilte eine Sprecherin von Sozialsenatorin Bluhm (Linke) am Freitag mit. Neben der Dienstwagenaffäre soll Ehlert ein deutlich überhöhtes Gehalt bezogen haben.

Oppositionelle CDU macht Senat Vorwürfe

Der sozialpolitische Sprecher der oppositionellen CDU-Fraktion im Abgeordentenhaus, Gregor Hoffmann,  sagte am Freitag im rbb-Inforadio, die Sozialverwaltung des Senats hätte die Vereinsstruktur der Treberhilfe viel früher prüfen müssen.

Die Konstruktion, dass der Vereinsvorsitzende Ehlert auch Geschäftsführer der Treberhilfe GmbH war, sei auffallend unüblich. Es müsse mehr Transparenz zwischen Senat und Trägern geschaffen werden, so Hoffmann.

Stand vom 12.03.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 12.03.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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Gregor Hoffmann, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, wirft dem Senat mangelnde Kontrolle vor. Hoffmann wurde befragt von Irina Grabowski.
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Audio 11.03.10

Treberhilfe aus Wohlfahrtsverband ausgeschlossen

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[Inforadio]

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http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2010_03/abgeordnetenhaus_beraet.html

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